Fokus des Projekts
Wie sprechen Spieler:innen darüber, was sie in Games tun, entscheiden und fühlen – und welche narrativen, moralischen und sozialen Ordnungen sowie Positionierungs- und Resonanzpraktiken entstehen in diesen Gesprächen?
Das Projekt untersucht, wie Spieler:innen Dystopien, Unsicherheiten sowie moralische, gesellschaftliche und emotionale Fragestellungen in narrativen und decision-basierten Spielen (u. a. The Last of Us, Detroit: Become Human, Metro 2033, Fallout, Frostpunk, This War of Mine, The Walking Dead: The Telltale Series) sprechen und wie sie sich dabei sprachlich positionieren, aufeinander Bezug nehmen und Resonanz erzeugen. Im Fokus stehen diskursive Aushandlungsprozesse und ihre Bedeutung für ludonarrative Theorien von Agency, Moral und Narration.
Wie sprechen Spieler:innen darüber, was sie in Games tun, entscheiden und fühlen – und welche narrativen, moralischen und sozialen Ordnungen sowie Positionierungs- und Resonanzpraktiken entstehen in diesen Gesprächen?
Die Untersuchung verbindet linguistische Diskursanalyse mit ludologischen Perspektiven. Im Zentrum stehen u. a. folgende Fragen:
Wie werden in Online-Communities zu dystopischen Videospielen Formen emanzipierter Spielrezeption sprachlich hervorgebracht und ausgehandelt? Welche diskursiven Muster, Positionierungen und Bewertungspraktiken verweisen auf reflexive Bezüge zwischen Spielnarration, moralischen Konflikten und gesellschaftlicher Realität?
Formen emanzipierter Spielrezeption manifestieren sich in Diskursen zu dystopischen Videospielen durch reflexive, evaluative und interdiskursive Sprachpraktiken. Spieler:innen verhandeln dabei moralische und politische Bedeutungen des Spiels dialogisch, beziehen ludische Erfahrungen auf gesellschaftliche Wirklichkeiten und positionieren sich gegenüber dem Spiel zugleich affirmativ und kritisch.
Das Projekt ist qualitativ angelegt und verortet sich in der Tradition der (deutschsprachigen) Diskurs- und Ludolinguistik.
Die Korpuserhebung erfolgt unter Berücksichtigung von Datenschutz, Forschungsethik und Plattformregeln.
Das Projekt befindet sich in der Ausarbeitung und wird durch ein Stipendium gefördert.
Das Dissertationsprojekt ist in einem universitären Kontext der germanistischen Linguistik verankert und wird fachlich durch die Schnittstelle von Linguistik, Medienlinguistik und Ludologie gerahmt.
Eine knappe Übersicht zu Forschungsschwerpunkten, Interessen und Vernetzungen, die das Dissertationsprojekt rahmen.
Zu den Rechtsgrundlagen und dem Umgang mit erhobenen Daten.